Burglauf 2020

BURGLAUF: Konzept überzeugt Behörden


 

BURGLAUF: Kein Rahmenprogramm und keine Zuschauer bei der besonderen 14. Auflage

Bericht der Borkener Zeitung vom 08.06.2020 Martin Ilgen

Klare Trennung der Bereiche auf dem Areal an der Jugendburg: Das Organisationsteam mit Uwe Lechtenberg und Brigitte Höing mussten sich viele Gedanken machen, damit der 14. Burglauf am 5. September bedenkenlos stattfinden kann. Foto: Igen

GEMEN (mai). Sie wussten, dass es ein langer, mitunter komplizierter Weg wird. Doch die Organisatoren des Gemener Burglaufs wollen ihn nicht mehr verlassen. Am 5. September soll der stattfinden – trotz Corona. Auch weil sie davon überzeugt sind, dass sie an alles gedacht haben und davon auch die Behörden überzeugen konnten. Zuletzt auch das Kreisgesundheitsamt. Die 14. Auflage der Ausdauer-Veranstaltung an der Jugendburg wird allerdings eine reine Laufveranstaltung – ohne Rahmenprogramm und auch ohne Zuschauer. Sicher ist sicher.

„Es wird nicht der Lauf sein, den wir aus den vergangenen Jahren kennen“, sagt Brigitte Höing aus dem Organisationsteam und verweist dabei vor allem auf die strikte Trennung und Absperrung des Start- und Zielbereichs. Der Bauhof Borken wird der Westfalia dafür entsprechendes Material zur Verfügung stellen. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung wurden diese Bereiche nochmal vergrößert, um genügend Abstand zu garantieren. Auch, weil der Burglauf in diesem Jahr vermutlich so viel Laufkundschaft wie noch nie anziehen dürfte.

Foto: Klare Trennung der Bereiche auf dem Areal an der Jugendburg: Das Organisationsteam mit Uwe Lechtenberg und Brigitte Höing mussten sich viele Gedanken machen, damit der 14. Burglauf am 5. September bedenkenlos stattfinden kann. Foto: Igen

„Viele sehnen sich nach einem Wettkampf“, so Uwe Lechtenberg, ebenfalls Mitglied des Organisationsteams. Seine Vermutung belegen die bisherigen Anmeldezahlen, die über die zehn (147) und fünf Kilometer (97) über den Marken zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres liegen. 200 Läufer können in diesen Läufen dabei sein. Bei den Bambinis, bei denen eine zusätzliche Begleitperson Einlass zum Start- und Zielbereich erhält, ist die Zahl auf 50 gedeckelt. Eine Person darf die jüngsten Läufer über die 800-Meter-Distanz auch begleiten. Viel Luft ist dagegen noch in den Startreihen bei den Schülerläufen. Höing hat dafür eine Erklärung: „Wir konnten ja vor den Ferien nicht in den Schulen an der Werbetrommel drehen.“ Nach Ferienende will man das nachholen.

Zum Sicherheitskonzept gehört auch der Start in Wellen. Die Intervalle werden rund 30 Sekunden betragen. Aber auch, dass Nachmeldungen am Burglauf-Tag nicht mehr möglich sind. Dafür schließt das Online-Anmeldeportal erst am Vorabend um Mitternacht. Und für den Fall der Fälle betont Lechtenberg: „Sollten wir aufgrund des Infektionsgeschehens doch noch absagen müssen, bekommen die Angemeldeten Startgeld und Transponderpfand komplett zurück.“

Wer auf die Rückzahlung der Leihgebühr für den Zeitnahme-Chip verzichtet, tut damit übrigens auch in diesem Jahr etwas Gutes. Die zwei Euro wandern auf das Konto der „Lebenshilfe“.

„Es wird nicht der Burglauf sein, den wir kennen", so Brigitte Höing, Mitglied des Organisationsteams.



BOMA