Aktuelles aus der Fußball-Seniorenabteilung

SENIOREN: Müssner-Elf siegt gegen Schlusslicht mit 3:1


            

SENIOREN: SV Westfalia Gemen II - VfL Ramsdorf II = 3:1 (1:0)

Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel des 28. Spieltags kam die zweite Mannschaft von Westfalia Gemen zu einem mühsamen, aber hochverdienten 3:1-Heimsieg gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht vom VfL Ramsdorf II.

Von der ersten Minute an übernahm die Westfalia die Kontrolle über das Spiel und schnürte die Gäste in der eigenen Hälfte fest. Der VfL empfing die Gemener tief in der eigenen Hälfte, lediglich Marcel Wehling sollte mit seiner Schnelligkeit gelegentlich für Entlastung in der Offensive sorgen. Die erste Möglichkeit der Partie hatten die Gemener in der 13. Minute, als Mirko Tembrink nach einem Schnittstellenpass frei vor Torwart Tim Dönnebrink auftauchte und der Keeper den Schussversuch abwehren konnte. Der Abpraller landete bei Cedric Rudde, der es nicht schaffte den Ball ins leere Gehäuse zu bringen, stattdessen die Oberkante der Latte traf. In der 26. Minute verwehrte Schiedsrichter Steffen Schröder den Gastgebern die 1:0-Führung, als Georg Geers mit einem langen Ball Marco Neumann hinter den Rücken der Abwehr bediente, Letzterer querlegte auf Philipp Sievers, der aus einer vermeintlichen Abseitsstellung ungehindert einschob. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sollten noch zwei Aufreger folgen: Zunächst brachte Ramsdorfs Thanusan Ranjan im Laufduell Gemens Patrick Bartusch zu Fall, spielte bei dieser Aktion sowohl den Ball als auch Gegner, doch der Unparteiische entschied zum Unmut der Gäste auf Strafstoß, den Georg Geers im Anschluss zum 1:0 verwandeln konnte (45.+2). Danach folge die nächste strittige Szene, als sich Ramsdorfs Marcel Wehling nach einem langen Ball gegen Georg Geers durchsetzen konnte und Torwart Simon Eichholz den Ball aus kurzer Distanz außerhalb des Strafraums an den Unterarm geschossen bekam. Aus Sicht des Schiedsrichters war es keine klare Notbremse, daher entschied er auf Freistoß für die Gäste und verwarnte den Westfalia-Keeper mit der Gelben Karte (45.+4). Der Freistoß brachte nichts ein, sodass es mit einer knappen Westfalia-Führung in die Pause ging.

Nach dem beide Teams aus der Kabine kamen, sahen die Zuschauer das gleiche Bild. Gemen suchte nach der Lücke im Defensivverbund der Gäste, die Kreativität ließen die Burgstädter jedoch weitestgehend vermissen. Erst mit dem 2:0 durch Philipp Sievers aus dem Gewühl heraus bekamen die Hausherren fortan Chance um Chance (67.). Manuel Rottmann (70.), Philipp Sievers (72.) und Tim Riemenschneider (73.) scheiterten jeweils an VfL-Torsteher Tim Dönnebrink, der seine Mannschaft mit einigen Paraden in der Partie hielt. Das Tabellenschlusslicht sollte die Partie noch einmal spannend gestalten, als die Gäste in Ballbesitz eine Verletzung von Gemens U19-Akteur Marco Neumann, der ohne gegnerische Einwirkung verletzt am Boden lag, zu einem Konter ausnutzten, den Marcel Wehling zum 2:1-Anschlusstreffer vollendete (75.). Doch mit dem 3:1 durch den eingewechselten Matthias Ehling nach einem Eckstoß (86.) beseitigte die Westfalia jegliche Zweifel, wer der Sieger des Spiels sein sollte und hätte das Ergebnis in der Schlussphase sicherlich deutlicher gestalten können. Am Ende steht ein mühsamer, letztlich souveräner 3:1-Erfolg, der dem Team um Kapitän Simon Eichholz noch einmal Aufwind für den Saisonendspurt geben wird.

Dennis Müssner blickte zufrieden auf die Begegnung seiner Elf zurück: "Es war das erwartete Geduldsspiel, das wir am Ende glanzlos gewonnen haben. Mir war wichtig, dass wir heute drei Punkte holen, das haben wir erreicht. Bereits in der Anfangsphase hätten wir die Torchancen besser nutzen müssen, so haben wir den Gegner sehr lange im Spiel gehalten. Aus meiner Sicht war der Elfmeter für uns eine Konzessionsentscheidung, weil wir zuvor einen einwandfreien Treffer abgepfiffen bekommen haben. In der Situation kurz vor der Halbzeit, als Ramsdorfs Wehling den Ball gegen Simons Arm geschossen hat, konnten wir uns glücklich schätzen, dass der Unparteiische Simon nicht vom Platz gestellt hat. Zwar war es kein absichtliches Handspiel, jedoch wäre es eine klare Tormöglichkeit für die Gäste gewesen. Ich konnte den Ramsdorfer Ärger verstehen, allerdings habe ich kein Verständnis für die Situation, die zum 2:1 führt. Marco lag deutlich sichtbar verletzt am Boden und Ramsdorf hatte genügend Zeit den Ball ins Aus zu spielen. Stattdessen spielen sie genau Marcos Gegenspieler an, der die Verletzung ausnutzte und das 2:1 vorbereitete. Das hat für mich dann nichts mit Fairplay zu tun, zumal bereits davor Ramsdorfer Spieler früh mit Krämpfen am Boden gelegen und wir den Ball direkt ins Aus gespielt haben, damit eine Behandlung vorgenommen werden kann. Insgesamt haben wir uns über 90 Minuten sehr schwer getan, sicherlich spielte der Rasen hierbei auch eine Rolle. Wir hatten uns vorgenommen mit vielen Passstaffetten den Gegner in Bewegung zu bringen, um so Freiräume zu erspielen. Der Rasenplatz ist optisch in einem guten Zustand, der Untergrund allerdings sehr holprig und stumpf, was Auswirkungen auf unser Passspiel hatte. Trotzdem möchten wir nicht nach Ausreden suchen, denn wir haben schon bessere Leistungen gezeigt. Nun sind es noch zwei Partien, die wir bestreiten werden. Die Aufgabe für uns Trainer wird es nun sein, noch einmal die letzten Reserven in den Trainingseinheiten aus den Jungs herauszukitzeln. Wir haben noch die Möglichkeit in der Tabelle weiter nach oben zu klettern und das wollen wir versuchen. Am Pfingsmontag gastieren wir bei Rot-Weiß Dorsten. Eine sehr kampfstarke Truppe, da müssen wir von Beginn an dagegenhalten. Ich bin zuversichtlich, dass wir dann auch etwas Zählbares mitnehmen können."

Aufstellung:

Eichholz - Schütte (46. Vosskamp), Sparwel, Geers, Neumann (76. Rohr), Riemenschneider, Rudde, Rottmann, P. Sievers, Bartusch (51. Ehling), Tembrink

Tore:

1:0 Georg Geers (45.+2, Foulelfmeter)

2:0 Philipp Sievers (67.)

2:1 Marcel Wehling (75.)

3:1 Matthias Ehling (86.)



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