Aktuelles aus der Fußball-Seniorenabteilung

SENIOREN: Müssner-Elf unterliegt dem SC Reken


           

SENIOREN: SC Reken - SV Westfalia Gemen II = 2:0 (2:0)

Zum Rückrundenauftakt musste sich die Westfalia-Reserve am 16. Spieltag mit 2:0 beim SC Reken geschlagen geben.

Die Gastgeber begannen die Anfangsphase mit viel Tempo, Gemen agierte mit zu viel Respekt vor dem Favoriten. Bereits nach zwei Zeigerumdrehungen bewahrte Torwart Simon Eichholz seine Farben vor einem Rückstand. Nach einem Handspiel in zwanzig Meter Torentfernung zirkelte Daniel Edeler den Ball in Richtung rechten Torwinkel, ehe Simon Eichholz das Leder mit einer tollen Parade ans Lattenkreuz lenkte (2.). Kurz darauf wiederum die große Möglichkeit für den SCR. Nach einem Eckball bekam die Westfalia den Ball nicht aus der Gefahrenzone, sodass Nils Lütkebohmert von der Strafraumgrenze mit einem satten Schuss nur die Unterkante der Latte traf. Die Szene war noch nicht zu Ende, da schoss Lütkebohmert mit dem zweiten Versuch doch ins Gemener Gehäuse. Schiedsrichter Bruno Krause erkannte beim diesem Nachschuss eine Abseitsstellung von SC-Spielmacher Kadir Mutluer, sodass dieser irreguläre Treffer abgepfiffen wurde (5.). In der 9. Minute war es dann passiert: Nach einem Fehlpass durch Nils Wenk im Spielaufbau der Gemener Reserve schickte Sebastian Wenning seinen Mitspieler Kadir Mutluer auf die Reise. Der Torjäger nutzte seinen Freiraum und schob zur überfälligen 1:0-Führung für den SC Reken ein. Auch das 2:0 fiel erneut durch einen eklatanten Fehler im Aufbau der Westfalia. Beim Pass von Paolo Alduk auf Christoph Blanke wurde der Mittelfeldspieler von drei Rekener unter Druck gesetzt. Nach seinem folgeschweren Ballverlust schaltete der SCR blitzschnell um. Kadir Mutluer drang mit dem Ball in den Strafraum ein und passte auf Daniel Edeler, der den Ball mühelos mit der Hacke zum 2:0 ins Westfalia-Tor bugsierte (19.). Nach diesem zweiten Treffer schaltete der Favorit in den Verwaltungsmodus. Die Westfalia war um Sicherheit bemüht und ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen, zunächst jedoch ohne in Tornähe zu gelangen. Mit der Zeit wurde die Elf von der Jugendburg mutiger und hätte noch vor der Halbzeit verkürzen müssen. Nils Wenk scheiterte mit einem Kopfball im Anschluss an einen Freistoß aus dem Halbfeld nur am Querbalken (32.), Manuel Rottmann fand freistehend aus 16 Metern in Rekens Torwart Maik Ewering seinen Meister. Der Keeper konnte Rottmanns Flachschuss mit einer Glanztat soeben am Tor vorbeilenken (42.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm die Westfalia das Kommando, die frühe Chance zur Vorentscheidung hatte jedoch Nils Sonntag auf dem Fuß. Freistehend aus halblinker Position setzte er seinen Schuss nur ans Außennetz (51.). Die Müssner-Elf schaffte es nun deutlich öfter mit Passkombinationen ins letzte Drittel zu kommen. Insbesondere durch Standards schien Reken an diesem Tag sehr anfällig zu sein. Allerdings ließen die Gäste in den entscheidenden Momenten die nötige Entschlossenheit und Effektivität vermissen, um noch einmal für Spannung in dieser Partie zu sorgen. Die größte Möglichkeit im zweiten Durchgang vergab Mirko Tembrink, der eine Flanke von Merlin Feldhaus hauchdünn am Tor vorbeiköpfte (74.). Die letzte Szene sollte noch dem Favoriten gehören: Einen langen Ball aus der Verteidigung heraus verlängerte der eingewechselte Rekener Stürmer Karsten Erwig soeben mit dem Fuß auf den deutlich im Abseits stehenden Mittelfeldmann Kadir Mutluer, der Gemens Torwart Simon Eichholz umkurvte und erneut einschob. Gemen protestierte gegen diesen irregulären Treffer, da Schiedsrichter Bruno Krause das Weiterleiten des Balls durch Erwig übersehen hatte. Auf Nachfrage bestätigte Erwig, dass er den Ball berührt habe und der Treffer wurde zurückgepfiffen (86.). So blieb es beim verdienten 2:0 für den Fusionsclub, der mit diesem Sieg den Rückstand auf Tabellenführer TuS Gahlen auf vier Zähler verkürzen konnte. 

Im letzten Spiel des Jahres 2017 empfängt Westfalias Zweite am kommenden Sonntag die abstiegsbedrohten Gäste von Grün-Weiß Barkenberg im WESCH-Sportpark an der Jugendburg und möchte sich mit einer engagierten Leistung und einem Sieg in die Winterpause verabschieden.

Im Spielfazit zollte Westfalia-Coach Dennis Müssner besonders SC-Offensivakteur Karsten Erwig Respekt „Wir hatten heute zu Beginn des Spiels zu viel Respekt vor dem SC Reken. Da wurden wir überrumpelt und haben auf Grund der Anfangsphase verdient verloren. Nach dem frühen 2:0 fanden wir besser ins Spiel, weil sich der Gegner zurückgezogen hat. Mit dem Ballbesitz konnten wir in der ersten Halbzeit allerdings nicht viel anfangen, uns haben die Ideen gefehlt den Ball vernünftig ins Mittelfeld oder nach vorne in die Spitze zu bringen. Trotzdem hatten wir auch Pech, als Nils sein Kopfball nur an die Latte ging und Manuel seine riesige Torchance nicht im Kasten unterbringen konnte. In der Halbzeitpause haben wir angesprochen, wie wir besser nach vorne kommen und prompt lief der Ball deutlich besser in den eigenen Reihen, Reken hatte nun Probleme mit unserem Positionsspiel. Meiner Ansicht nach waren wir im zweiten Durchgang mindestens ebenbürtig, obwohl der SC insbesondere mit Edeler und Mutluer in der Offensive natürlich eine enorme Qualität aufweist und wir in Gefahr gelaufen sind ein drittes Gegentor zu kassieren. Unsere Vorstellung im zweiten Durchgang war durchaus ordentlich, leider hat die Effizienz vor dem Rekener Tor gefehlt. Wenn du gegen einen Favoriten etwas Zählbares mitnehmen möchtest, dann musst du die Chancen, die du erhältst, auch nutzen. Das ist uns leider nicht gelungen. Trotzdem macht mich unsere Leistung zuversichtlich, weil wir uns über die gesamte Spielzeit ins Spiel reingekniet und trotz des frühen Doppelschlags nicht resigniert haben. Immerhin zählt sich Reken zu den Titelanwärtern und dafür haben wir es ganz gut gemacht. Ich möchte auch den Hut vor Rekens Karsten Erwig ziehen. Dass der Schiedsrichter den irregulären Treffer in der Schlussphase zurückgepfiffen hat, war seinem Fairplay zu verdanken. Zwar musste er sich von seinem Mitspieler ein paar deftige Worte anhören, trotzdem kann man seinem Verhalten nur Respekt zollen. So eine Aktion ist für mich absolut vorbildlich und daher möchte ich das auch hervorheben. Für das letzte Spiel am kommenden Sonntag gegen Barkenberg wollen wir noch einmal einen Heimsieg holen und mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Deshalb werden wir in dieser Woche beim Training noch einmal alles geben, damit wir am Sonntag gut vorbereitet sind.“

Aufstellung:

Eichholz - Anschlag, Wenk, Alduk, Feldhaus, Riemenschneider, Burkhardt, Albring (76. Liesner), Rottmann, Blanke, Tembrink

Tore:

1:0 Kadir Mutluer (9.)

2:0 Daniel Edeler (19.)



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